FCB-VFB am 14.05.2010:

Eine Jubiläumstour mit vielen Überraschungen!



Wie immer startete unser Bus Freitagnachts um 1:00 Uhr von unserem Vereinslokal „Zum Winzenberg“ in Meinerzhagen Richtung München.

Doch diesmal war es eine besondere Tour, denn es stand die 100. Busfahrt unseres Fanclubs an. Zu diesem Anlass hatten wir uns im Vorfeld ein paar Überraschungen für unsere MitfahrerInnen überlegt. Als erstes wartete auf jedem Platz ein kleines Geschenk in Form unseres neuen Fanclubschals auf die Leute. Meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Teil! Außerdem spendierte der Fanclub drei Kästen Bier für alle!

Nachdem alle ihren Platz eingenommen hatten, konnten wir starten. Nach der obligatorischen Rede unseres „Chefs“ Uwe übernahm unser 2. Vorstand Daniel das Mikro, denn für Uwe hatten wir auch ein kleines Präsent dabei. An dieser Stelle sollte ich kurz erwähnen, dass Uwe am 20.05.2011 „unter die Haube“ kommt. Und da er von Junggesellenabschieden nichts hält, ( dafür hätten wir sowieso keine Zeit gehabt, weil wir in den letzten Wochen jeden Samstag im Stadion waren, um unseren FCB anzufeuern) und wir ihn aber nicht „ganz ohne“ heiraten lassen wollten, ernannten wir diese letzte Bustour 2010/2011 zu seinem Junggesellenabschied. Keine Angst: den Mist, den man sonst noch bei Junggesellenabschieden veranstaltet, haben wir natürlich weg gelassen. Dieser Junggesellenabschied beschränkte sich ausschließlich aufs Feiern, wobei natürlich die ein oder andere „Hopfenkaltschale“ vernichtet wurde. Außerdem bekam er von uns ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Letztes Spiel in Freiheit“, welches er auch sofort überzog!

Nachdem wir in Freudenberg noch ein paar Leute eingeladen hatten, ging die Fahrt feucht-fröhlich weiter. Wir lagen auch gut in der Zeit...bis von unserem Busfahrer Dirk irgendwann auf der A3 kurz vorm Rasthof Spessart nur noch „Oh,Oh...“ zu hören war. Er brauchte auch nicht mehr zu sagen, denn man sah es auf dem Tacho: 100,80,50,30,... Und als uns die LKWs reihenweise überholten, merkte auch der letzte im Bus: Wir haben ein Problem! Mit letzter Kraft (und viel Glück) konnte Dirk den Bus auf einem kleinen Parkplatz abstellen. Nun standen wir da: Morgens früh 5.00 Uhr irgendwo im nirgendwo...und nichts ging mehr! Dirk hatte die Ursache schnell gefunden. Es war der Turboschlauch geplatzt. Natürlich konnte sich der eine oder andere einen Kommentar zum Turboschlauch nicht verkneifen. Aber auch dass verhinderte nicht, dass wir geschlagene dreieinhalb Stunden mitten in der Pampa standen und uns den A... abfroren. Leider waren die Leute vom Notdienst auch nicht sehr hilfreich. Zweieinhalb Stunden Wartezeit, ohne das was passierte und solche Kommentare wie: „der nächste Turboschlauch wäre in Koblenz“ oder „ dann können wir Ihnen auch nicht weiterhelfen“ veranlasste uns dazu, selbst tätig zu werden. Wir waren ja im Reparieren von Bussen schon relativ fit, da wir bei unserem alten Busunternehmen ständig irgendwas reparieren mussten.

Also reparierten wir den alten Turboschlauch kurzerhand mit unserem Panzerband. Gerade als er den Schlauch wieder eingesetzt hatte, kam tatsächlich ein Techniker angefahren: Unglaublich! Und was macht der Depp!? Anstatt unseren reparierten Schlauch NUR abzumontieren, schneidet er dat Teil kaputt...und zwar komplett! Auf die Frage, was er denn machen wolle, falls sein Schlauch net passen würde, kam dann: Der passt schon! Diese Aussage bekräftigte er dann damit, dass er erst mal am falschen Ende vom Motor nachschaute...Nach Einweisung unserer zweiten Fahrerin Gabi konnte er dann aber am richtigen Ende seine Arbeit beginnen. Als er endlich fertig war, hatten wir alle ein mulmiges Gefühl, denn der eingebaute Schlauch war nur noch halb so lang, wie der alte. Außerdem konnte er uns nicht versprechen, wie lange dat halten würde. Na bravo!!! Jetzt trauerten wir unserem selbst gebauten Turboschlauch noch mehr hinterher...Trotzdem ging die Fahrt weiter...bis zur nächsten Raststätte Spessart, wo wir noch unser Geburtstagskind Martin einluden. Die arme Sau hatte seinen Geburtstag damit angefangen, 4 Stunden alleine auf der Raststätte auf uns zu warten...Aber jetzt waren wir ja endlich da...und die Gratulationen gingen los...

Nachdem wir uns erst mal alle mit Kaffee und Frühstück eingedeckt hatten, es war ja mittlerweile schon nach acht, ging die Fahrt mit mulmigen Gefühl weiter... Durch diese extreme Zeitverzögerung hatte sich unsere ganze Organisation erledigt! Eigentlich wollten wir vor dem Spiel noch bei unserem Gasthof des Vertrauens (Gasthof Prummer in Niederroth) einkehren und unser Jubiläum mit einer Grillfete feiern. Leider hatte uns der Turboschlauch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dieses Problem konnten wir aber auch lösen: Nach kurzer Rücksprache mit unseren Fahrern und dem Gastwirt verschoben wir die Grillfete auf Abends nach dem Spiel. Nachdem das auch geregelt war und wir Kilometer um Kilometer näher nach München kamen, stieg die Stimmung wieder und das ein oder andere Liedchen wurde angestimmt. Hier ein kleiner Auszug unserer Liedguts:


 Wir schlafen nicht auf Säcken,

wir schlafen nicht auf Stroh

Wir schlafen auf Paletten, das ist in München so

Ole FC Bayern Ole, Ole Ole FC Bayern

oder

Die Vöglein im Walde sie sangen so
wunder wunder schön, der FC Bayern der FC Bayern
wird niemals untergehen, ja untergehen
der FC Bayern der FC Bayern wird niemals untergehen
und die Fahne weht im Wind - ROT WEISS



So jetzt aber zurück zu unserer Tour.

Die Erleichterung war groß, als wir ohne weitere Zwischenfälle gegen eins, halb zwei endlich in München ankamen. 12 Stunden nach München hatten wir noch nicht mal im Tiefsten Winter gebraucht!!! Nach einer kurzen Stärkung im Jagerhof ging es direkt zum Stadion. Daniel hängte die Zaunfahne auf und Uwe und ich begaben uns kurz zur SM, damit ich mein „Meister32-Shirt abholen konnte. Nach kurzem Plausch ging es weiter zum Stadion. Dort erwartete uns die obligatorische Leibesvisitation, wobei ich am Eingang gar nicht und am Einlass komplett kontrolliert wurde...

Im Block angekommen, beschlossen wir, uns diesmal weiter unten zu platzieren. Wir hatten die Hoffnung, dass wir dort keine Auseinandersetzungen wegen unserer großen Fahne bekommen würden. So war es dann auch... Die Stimmung war mal wieder miserabel. Wenn ich mir überlege, .wie wir beim Pauli-Spiel gefeiert haben...Das war richtig geil... So stelle ich mir Fußball vor: Alter Stehblock, Fahnen, keiner der dich wegen der Fahne anmacht und ein richtig geiler Support...      Ich muss ehrlich sagen, manchmal vermisse ich unser altes Oly...

Genug der Traurigkeit.. Wir gaben, wie immer alles beim Support... Obwohl ich mir manchmal schon vorkam, als wäre ich ein Alleinunterhalter, da um uns herum kaum einer mitmachte... Das Spiel unserer Rothosen war ganz passabel. In der ersten Halbzeit taten sie sich etwas schwer, sodass die Stuttgarter sogar in Führung gingen. Aber in der 37. Minute machten wir durch ein Tor von Mario Gomez den Ausgleich und es ging vorwärts. Am Ende gewannen wir das Spiel mit 3 zu 1. Leider hatte Leverkusen sein Spiel gegen Freiburg auch gewonnen, sodass wir den zweiten Platz nicht mehr erreichen konnten. Nichts desto trotz bin ich der Meinung, dass wir eine gute Saison gespielt haben, auch wenn wir keinen Pokal geholt haben. Eine Meisterschaft können wir ja trotzdem feiern: ProA Meister im Basketball!!! Und Mario Gomez hat die Torjägerkanone geholt. Wie sagt unser „Chef“ Uwe immer: „Kein Jahr ohne Titel“...


Nach dem Spiel ging es sofort wieder zum Bus, da auf uns ja noch die Grillfete wartete. Leider machte uns das Wetter einen kleinen Strich durch die Rechnung. Denn es fing, wie aus Eimern an zu gießen. Also wurde unsere Grillfete kurzerhand vom Biergarten in den Gastraum verlegt. Die Stimmung ließen wir uns durch das Wetter nicht verderben und nach der ersten „Hopfenkaltschale“ wurden wieder diverse Lieder zum Besten gegeben.

Gegen neun Uhr machten wir uns dann wieder auf Richtung Heimat. Vor uns lagen schließlich noch ca. 600km...Kaum wieder auf der Autobahn, war der halbe Bus schon am pennen...Auch ich wollte eigentlich mal ein wenig schlafen...aber irgendwie wollte es nicht...Also nahmen Uwe, Steven und ich die zweite Nacht ohne Schlaf in Angriff! Irgendwann gegen halb eins nachts und irgendwo auf der A45 spürte man auch den Schlafmangel... Wir quatschten nur noch dummes Zeug. Hier ein Kostprobe unserer Darbietung: Was ist das englische Wort für Färöer Inseln?....Vuvuzela-Island.... Ok ist nicht der beste Spruch, aber was will man denn nach zwei Tagen ohne Schlaf erwarten?!

Nach diverser „Dummlaberei“ und 100 km weiter waren wir dann wieder am Winzenberg in Meinerzhagen angekommen. Katja, Uwes Verlobte, nächste Woche Frau, wartete schon auf uns. Nach diversen Verabschiedungen und einen kurzen Kontrollgang durch den Bus ging es endlich heim... Ich war so was von glücklich, als ich endlich mein Bett sah!! Ungefähr genauso glücklich, als ich damals aus Madrid vom CL-Finale wiederkam. Nur da hatten wir insgesamt 55 Stunden im Bus verbracht...


Es war, wie immer, eine klasse Tour... Und die Sommerpause wird auch gar net so lang. Denn am 20.05.2011 heiratet unser Fanclub-Vorsitzende, gleichzeitig auch mein alter Herr, Uwe Kunert seine „kleine Agathe“ Katja... und eine Woche später steht schon unser Regionaltreffen West an...

Eine schöne Sommerpause wünscht Euch... Danni